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Zur Spiritualität des Karmel heute

In der heutigen Zeit, die mindestens in Mitteleuropa kaum noch Priester- und Ordensberufungen hervorbringt, wird das Karmel – Ideal in vielerlei Hinsicht ganz wesentlich mit getragen durch die Laienkarmeliten.

Eine Befragung über das Tragende und Eigentliche der TKG (ihr Charisma) erbrachte vor einigen Jahren im Rahmen der Vorbereitung für die internationale Tagung der Laienkarmeliten in Mexiko folgende Gesichtspunkte, die heute noch auf Zukunft hin wesentlich sind:

Es geht darum, fähig zu werden in möglichst jeder Lebenssituation die LIEBE zu leben, d. h.

  • vor dem Angesicht Gottes zu stehen und „hinzuhören“ auf sein Wort,
  •  auf Christus zu schauen, bei IHM zu verweilen, IHN anzusprechen bzw. sich von IHM ansprechen zu lassen („Inneres Beten“ – „Freundschaft mit Gott“),
  • offen zu sein für die Begegnungen mit den Menschen, sie grundsätzlich als Gottes Geschöpfe zu lieben und zu achten und mit ihnen „geschwisterliche Gemeinschaft“ durch alle Wirrnisse des Alltags hindurch zu verwirklichen;
  • achtsam, aufmerksam, wach die Ereignisse des Tages, die je gegebene Situation zu erfassen, das „Wirken des Hl. Geistes“ zu erspüren und aus dem „Anruf Gottes“ heraus Entscheidungen zu treffen (Gottes Schöpfung aus tieferem Verständnis mit bzw. weiter zu gestalten),
  • an den Sorgen und Nöten unserer Mitmenschen Anteil zu nehmen und bereit zu sein, sich solidarisch für andere, besonders für die Schwächeren, einzusetzen,
  • mit Maria, der Mutter Jesu, als „Vorbild“ und „Weg“ jedes einzelnen Christen zu leben.

Diesen Weg gehen die Laienkarmeliten als Mitglieder einer konkreten Gemeinschaft, der sie sich in der Regel durch ein Bekenntnis / eine Profess verpflichtet wissen.

Fazit: Wir wollen aus der Verbindung mit Jesus – dem Licht – leben; das wird nicht verborgen bleiben. Unser Licht – mit all seinen Grenzen und nur flatterhaftem Leuchten – wird den Menschen auffallen. Wir wollen durch unsere Haltung zum Kontakt mit Gott ermutigen, das Bewusstsein schärfen, dass jeder von uns „Tempel Gottes“ ist, aus der „Mitte unseres Seins“ heraus leben und am Heilswerk Jesu Christi mitwirken, d. h. den Menschen helfen, in IHM Heilung und Vergebung zu finden.

 

Über die gemeinte Spiritualität des „Kleinen Weges“ gibt neuerdings eine Biographie Auskunft, deren deutsche Fassung als zweite Veröffentlichung der TKG Hildesheim im Franz-Sales-Verlag Eichstätt erschienen ist:

Stéphane-Joseph Piat  „Léonie Martin. Eine Schwester der heiligen Thérèse von Lisieux. Biographie über die Heimsuchungsschwester von Caen.“

Das Buch kann beim Herausgeber für 8,00 EUR plus Porto bestellt werden. Leseprobe als pdf-Datei hier

Als Arbeitsmittel, um die eigene Berufung abzuklären, dient seit kurzem das Ringheft: P. Aloysius Deeney OCD: "Herzlich willkommen! Die Laiengemeinschaft des Teresianischen Karmel stellt sich vor." Es enthält eine Übersetzung ausgewählter Vorträge und Arbeitshilfen (Hannover 2016) und kann beim Vorsitzenden für 5,00 EUR plus Porto bestellt werden. Auch ein Download für Eingewiesene ist möglich unter www.teresianischer-karmel.de. Leseprobe als pdf-Datei Leseprobe hier.

 

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