TKG Hildesheim

Aktuell
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Liebe Schwestern und Brüder in der TKG Hildesheim, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte!


Hiermit laden wir Euch / Sie recht herzlich zu einer weiteren Veranstaltung ein, wie sie mit dem Silbernen Jubiläum der kanonischen Errichtung der TKG Hildesheim (18./19.03.2011) in letzten Frühjahr begonnen wurde. Sie soll die Spiritualität des Teresianischen Karmel auch über den engeren Mitgliederkreis hinaus bekannt machen.


1. Am Freitag, dem 04.05.2012, 17 – 21 h

findet im Paulusheim Hildesheim (Neue Str. 15, 31134 Hildesheim, T. 05121/109 – 0) ein reguläres Treffen der TKG mit Eucharistiefeier, festlicher Agape und geschwisterlichem Austausch statt, zu dem alle Mitglieder und Interessierte eingeladen sind.
P. Prov. Dr. Ulrich Dobhan OCD aus München, der vor 25 Jahren die kanonische Errichtung der TKG Hildesheim verkündete und auch das Silberne Jubiläum mit uns feierte, wird den Gottesdienst am Vorabend des Gedenktages vom Hl. Godehard, (Bischof von Hildesheim 1022 – 1038) mit uns feiern und uns den Abend über begleiten.


(Für auswärtige Mitglieder und Interessierte besteht die Möglichkeit, im Bischöflichen Priesterseminar nebenan – auf eigene Rechnung - zu übernachten:
Neue Str. 3, 31134 Hildesheim, T. 05121 179 15 - 40, Frau Wolff, 37 bzw. 44 EUR plus 5 EUR Frühstück.)


2. Am Samstag, dem 05.05.2012, 9.30 h – 17.30 h

findet im eben genannten Priesterseminar darüber hinaus ein Begegnungstag mit P. Prov. Dr. Ulrich Dobhan OCD statt.
Unkostenbeitrag: 28 EUR
(Sonderpreis pro Teilnehmer – darin sind eingeschlossen, Stehkaffee, Wasser im Tagungsraum, Mittagessen, Kaffee / Tee / Kuchen, Raummiete und –ausstattung).  


Für den Vormittag ab 10h ist eine weitergehende Einführung in das Projekt des Ordens „relecture der Schriften Teresa von Ávilas“ vorgesehen - voraussichtlich mit praktischen Beispielen zum „Buch der Gründungen“.
(Exemplare des 2007 in einer Neuübersetzung erschienenen Werkes können bei dieser Gelegenheit für 10 EUR günstig erworben werden – ebenso für 6 EUR die zum Jubiläum erschienene Festschrift).
Vor dem Mittagessen ab 11.30h ist eine kleine Führung zum Gedenktag vorgesehen.
Nach Mittagessen/Ruhezeit und der Kaffeepause ab 15 h wird P. Prov. Dr. Ulrich Dobhan OCD seine Überlegungen / Meditationen zur Bedeutung der großen Heiligen des Karmel für heute im Gespräch mit uns weiterführen.
Wir beschließen den Tag mit einem Dankgottesdienst als Vorabendmesse.


i. A. Frithjof Oertel TKG, Doris Küsters TKG, 02. 02. 2012

 

Das Anmeldeformular finden Sie hier. bzw. in der Navigation links.

(Bitte  so bald wie möglich, jedoch spätestens bis zum 01.04.2012 – Palmsonntag - beim Vorsitzenden der TKG anmelden!)

 
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Jubiläumsveranstaltungen der TKG Hildesheim am 18./19. März 2011

jubilaeum

"Das Beste kommt noch"

 

Unter reger Beteiligung der Mitglieder und eines interessierten Freundeskreises feierte die TKG Hildesheim das silberne Jubiläum ihrer kanonischen Errichtung vor 25 Jahren.

Es hat sich so ergeben, dass P. Dr. Ulrich Dobhan OCD, der seinerzeit am 16. März 1986 die kanonische Errichtung verkündet hatte, auch diesmal als Provinzial mit dabei sein konnte. Bemerkenswert war es auch, dass neben ihm als Bruder auch eine Schwester, Priorin Victima aus dem Karmelitinnenkloster in Hannover, am Festakt (18.03.2011) teilnehmen konnte. So kamen hier auf Einladung der Laiengemeinschaft alle drei Zweige des Ordens zusammen – ein Ausdruck wechselseitiger Wertschätzung und gelebter gemeinsamer Spiritualität.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren und sich Mitglieder und Gäste in der Kapelle des Paulusheimes in Hildesheim versammelt hatten, zogen Pater Ulrich und seine Konzelebranten Propst em. Klaus Funke, unser Geistlicher Beirat, sowie Pfr. Rudolf-Maria Algermissen und Pastor Paul Selke als seine Vertreter unter Orgelklängen feierlich ein.

Die von Gudrun Dörrzapf TKG und Team gestiftete Festtagskerze wurde von mir entzündet, die Vesper gebetet und der Gottesdienst thematisch am Hochfest vom Hl. Josef (19. März) ausgerichtet.

„Das Beste kommt noch!", stellt Pater Ulrich in den Mittelpunkt seiner Predigt – so hat es jedenfalls Frau Funk von der Kirchenzeitung aufgefasst - und weiter formuliert: „Jeder Mensch hat Träume. Das ist gut, denn dann ist er offen für die Zukunft, erwartet etwas vom Leben, tut das, was ihm wichtig ist, denn er weiß: Das Beste kommt noch!" Offen bleibt, was dieses Beste sein könnte, das „ewige Leben", die Weiterentwicklung der TKG, die Neuevangelisierung der abendländischen Christenheit...? Gerade das ist das Wesentliche: die Offenheit für die Zukunft, für das Wirken des Hl. Geistes.

Mir ist der Satz „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!" in Erinnerung geblieben, gemünzt auf den Hl. Josef, von dem kein einiges Wort im Neuen Testament überliefert ist. Wie viel „Gold" ist dann wohl in die Frohbotschaft des Neuen Testamentes eingeflossen? Ohne Zweifel wird der Hl. Josef als Schutzpatron der Kirche und des Karmel seit den Tagen der Hl. Teresa besonders verehrt.

Die Fürbitten zum Hl. Josef wurden von einer Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Katastrophen im Nahen und Fernen Osten (Libyen und Japan) unterbrochen. Die Kollekte war zu gleichen Teilen für das Paulusheim, den OCD und die TKG bestimmt.

Noch vor dem Schlusslied und dem feierlichem Segen wurden die Glückwünsche aus dem Nationalrat von Ute Reich sowie aus den Nachbargemeinden Köln, Hamburg und Birkenwerder verlesen und verschiedene Ehrungen mit Geschenken vorgenommen. Sr. Victima überreichte eine Kerze mit selbst gestalteten Karten für jeden Teilnehmer. Die Priester erhielten eine CD mit den Vorträgen von P. Ulrich vor 25 Jahren, ebenso die Gründungs"mütter" der TKG: Cäcilia Sendker mit 92 Jahren, im Rollstuhl, erhielt zusätzlich eine besonders gestaltete Kerze, Maria Wedemeyer und ihre Freundin Nora, die nicht mehr gut sehen können, bekamen die Hör – CD´s vom Jesusbuch des Papstes. Besonders gewürdigt wurde Klaus Funke für seine langjährige Begleitung mit einer eigens zu diesem Anlass hergestellten Kerze und P. Ulrich mit einem Bändchen des J. von Hildesheim.

Nach einem Dank an alle Teilnehmer, die an der Feier mitgewirkt hatten, wurde das Schlusslied gesungen: Großer Gott, wir loben dich...

Anschließend widmeten sich die Teilnehmer in Freude und Dankbarkeit der gemeinsamen Agape in der Cafeteria des Paulusheimes. Bei den lockeren Gesprächen ergaben sich Möglichkeiten, etwas über die Lebensgestaltung der Laienkarmeliten zu erfahren, die extra zu diesem Anlass zusammengestellte Festschrift „Mit dir, Gott, unterwegs" (*) zu erwerben und zukünftige Entwicklungen anzusprechen. Eingestreut wurden Gedichte aus der Feder von Eva Anita Schroeder (+), einer der Gründungs"mütter": Sie schreibt unter dem Titel „Auf dem Weg" in etwa aus der Zeit der kanonischen Errichtung:

„Herr, du hast mein Leben in eine wechselvolle Zeit gestellt.

Lass mich dankbar sein für alle Wege, die hellen und die dunklen!

Lass mich mehr an das Gute denken, damit ich freudig dir danken kann.

Lass mich erinnern an Menschen, mit denen ich gelebt habe,

an Freundschaften, Liebe und an Begegnungen,

die für mein Leben wichtig waren

und durch die ich dir entgegen gewachsen bin,

immer auch an deine Hilfe in Stunden der Entscheidungen,

in Gefahren, Angst und Schuld,

und an die vielen einsamen Stunden,

die mich zum H ö r e n brachten und meine Ganzheit umrissen.

Lass mich zu allem, was ich aus deiner Hand empfing AMEN sagen."

Mit einem Schlussgebet endete die Festversammlung.

„Relecture" der Schriften am Beispiel „Weg der Vollkommenheit"

Wir hatten das Glück, dass uns am nächsten Tag P. Ulrich noch mit einem Einkehrtag im benachbarten Priesterseminar erfreute, an dem praktisch alle Mitglieder, die es irgendwie ermöglichen konnten, teilnahmen.

Nach der Begrüßung und der Laudes vom Josefsfest gab uns P. Ulrich zunächst einen Einblick in die Initiative des Ordens zur relecture der Schriften Teresas, wobei in den Jahren 2010 – 2015, d. h. dem Jahr ihres 500. Geburtstags, jeweils ein Hauptwerk in den Mittelpunkt gestellt wird, nach 2010 mit der Vida nun also 2011 der Weg der Vollkommenheit. P. Ulrich führte sehr subtil in das Werk ein und folgte dabei der in dem Band abgedruckten Einführung.

Während die „Vida" die „Großtaten Gottes an ihr" im Sinne einer Selbstdarstellung behandelt, die sich über zwölf Jahre hinzog und trotz Gutachten des Dominikaners Banez wegen des Einspruchs der Inquisition zu ihren Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durfte, sind die Texte des „Wegs der Vollkommenheit" nach der Einrichtung des Josefsklosters (24.08.1562) in den Jahren 1566/67 auf Bitten der dortigen Schwestern entstanden, die T. – die Priorin - baten, ihre täglichen Unterweisungen auch schriftlich abzufassen. Sie behandelt darin das „Innere Beten", das „Gebet der Sammlung" oder das „zentrierte Beten" und das „Gebet der Kontemplation" / der „Gotteinung" als einen Bewusstseinsbildungsprozess, als einen „Weg zur Fülle", in dem der Mensch Gott immer mehr Raum gibt und ihn letztlich handeln lässt. Exemplarisch wird dies am Beispiel des Vaterunsers erläutert.

Sie entwickelt eine völlig neue Sicht: Deshalb sollte man auch nicht von der „Reformatorin", sondern von der „Gründerin" des Teresianischen Karmel reden, obwohl man Teresa lange Zeit als „Reformatorin" bezeichnet hat.

Wie T. Jesus als ihren ständigen Begleiter versteht, wie sie sich persönlich in das Gespräch mit Gott einbringt (und dabei noch Kritik an den Zensoren und an der Inquisition im Land übt), wie sie „von Gott spricht, indem sie von sich selbst spricht" (C. Kaufmann) – ihre ganze „Durchlässigkeit für Gott" - ist etwas so Neues, dass eine Titulierung als Reformatorin zu kurz greift.

Ihr geht es nicht um punktuelles Beten, sondern um eine existenzielle Grundhaltung, die von „entschiedener Entschlossenheit" und den drei Dingen 1. gegenseitige Liebe, 2. Loslassen von allem Geschaffenen und 3. Demut als der realistischen Sicht des Verhältnisses von Gott und Mensch geprägt ist und sich am „Vergeben können" letztlich erweist. Wir sollen „wie in einer Freundschaft" mit Christus leben, von der Raupe durch Christus (den Kokon) zum Schmetterling mutieren (Seidenraupenbeispiel). Teresa hat uns gezeigt, wie eine „betende Existenz" in ständigem Kontakt mit Gott lebt; sie ist schlechthin „eine betende Existenz".

Nach dem Mittagessen begaben wir uns in die Basilika St. Godehard, der derzeitigen Ersatzkirche für den geschlossenen Dom, und entzündeten am Grab des Bischof Dr. Josef Homeyer (+ 30.03.2010) eine Karmelkerze, während wir dort still verweilten.

Küster Wolke empfing uns, um uns die Schatzkammer zu zeigen – mit Reliquiaren, Kreuzen, Kelchen und als besonders lohnendem Ziel einer Faksimileausgabe des Albanipsalters. Wir bedankten uns mit einer CD von P. Ulrich für seine Ausführungen.

Eva Richers erläuterte uns den St. Godehard – Bau, in dem z. Zt. der Hezilileuchter aus dem Dom untergebracht ist, dem Sinnbild des himmlischen Jerusalem. Die Erklärungen mussten aus Zeitgründen abgebrochen werden.

Es blieb gerade noch Zeit für eine Tasse Kaffee, bevor sich die Teilnehmer - je für sich - einen Text aus dem 6. Kapitel des „Wegs der Vollkommenheit" (Fassung CE) vornahmen, den P. Ulrich vervielfältigt mitgebracht hatte. Eine halbe Stunde war der Lektüre und Betrachtung gewidmet. Im Anschluss gab es der Reihe nach Rückmeldungen, was besonders angesprochen hat, wie das Programm Teresas eingeschätzt wird, was wir für heute daraus entnehmen können usw.

Jeder Teilnehmer konnte sich frei zu dem Text äußern. Es entstand ein bunter Strauß von Gedanken, Empfindungen und Überlegungen, aus denen sich irgendwie gehäuft eine Betrachtung über das „Loslassen" herausschälte.

Mit einem Dank von F. Oertel an P. Ulrich und von Doris Küsters an den Vorsitzenden (Übergabe einer Figur der Hl. Familie, hergestellt von Jugendlichen aus der Ukraine) wurde dieser Teil beendet.

Eine schlicht gehaltene Messe in der Kapelle rundete den Einkehrtag ab. In dankbarer Freude und reich beschenkt traten die Teilnehmer ihre Heimreise an.

Frithjof Oertel

(*) Die Festschrift „Mit dir, Gott, unterwegs" ist bei F. Oertel, Gellertstr. 41, 30175 Hannover, T. 0511/281813 – zugleich Fax bzw. über die Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erhältlich, Einzelpreis 6,00 EUR, mit Porto 7,50 EUR, 10 Exemplare EUR 50,00 plus Porto.